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Medikamente: wozu dienen sie

Vom Moment der Transplantation an verabreicht man Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressoren), um eine Abstossung der verpflanzten Leber zu verhindern. Am Anfang will der Körper Ihres Kindes dieses Organ, das nicht ihm gehört, nicht „annehmen", und stösst es ab. Der Körper sendet Zellen und Substanzen aus, um das Transplantat zu schädigen. Es geschieht dasselbe, wie wenn eine Krankheit oder eine Infektion bekämpft wird.

Im Fall einer Transplantation muss jedoch diese Abstossung verhindert werden. Man gibt also Medikamente, um die „Vernichtungszellen" am Funktionieren zu hindern. Der Nachteil ist, dass Ihr Kind anfälliger für Infektionen wird. Es muss also ein Gleichgewicht zwischen den Medikamenten, die gegen die Abstossung gegeben werden und dem Infektionsrisiko gefunden werden. Glücklicherweise erkennt der Körper nach ca. einem Jahr die Leber teilweise als „seinen Bestandteil" an, und die Medikamente können vermindert werden.


Immunsuppressoren

Im allgemeinen gibt man zwei bis drei der folgenden Medikamente:
  • Tacrolimus (=Prograf®, FK506)
  • Mycophenolat mofetil (=Cellcept®)
  • Ciclosporin (=Neoral®) Es existiert als Sirup für Kinder und hat leider einen bitteren Geschmack. Man muss es mit etwas Süsserem „tarnen"
  • Azathioprin (=Imurek®)
  • Kortison (=Prednison, Solumedrol)
Um ein optimales Gleichgewicht zwischen zuviel oder zuwenig Medikament zu finden, müssen für das Prograf, Cellcept und Neoral regelmässig die Dosis im Blut (Blutspiegel) bestimmt werden.


Antibiotika

Es muss entsprechend dem Krankheitsverlauf und möglichen Komplikationen Antibiotika eingesetzt werden, damit die Vermehrung von Bakterien gehemmt werden kann.


Blutdrucksenkende Medikamente

Im allgemeinen wird der arterielle Blutdruck Ihres Kindes wegen der Immunsuppressoren zu hoch. Man muss also mit Medikamenten den arteriellen Blutdruck senken.


Blutverdünnungsmittel

Während einer gewissen Zeit muss das Blut leicht verdünnt werden, um eine Thrombose in den Gefässen ,die genäht wurden, zu vermeiden.


Wasserlösende Mittel

Wegen der Immunsuppressoren haben die Nieren Mühe, Urin zu bilden. Es müssen darum Medikamente verabreicht werden, welche die Menge des Urins erhöhen.


Alle diese obengenannte Medikamente werden Ihnen nach und nach erklärt.