Fachberichte
Die Ursachen für die Notwendigkeit einer Lebertransplantation können unterschiedlich sein. In manchen Fällen sind es akute Vergiftungen oder Unverträglichkeiten, die in Stunden oder Tagen die Leber irreversibel schädigen. Meistens hat aber die Transplantation für die Patienten eine lange Krankheit als Vorgeschichte.Oft ist es sehr schwer, im Alltag des Medizinbetriebes gute, verständliche und umfassende Informationen über die eigene Krankheit zu bekommen. Dabei kann diese Information helfen, sich richtig zu verhalten, damit die eigene Leber möglichst lange funktionsfähig bleibt. Gleichzeitig ist es gut, sich selbst eine Vorstellung zu bilden, was das Wesen der Krankheit ist, von der man so sehr betroffen ist.
Deshalb versuchen wir hier, Informationen über wichtige Lebererkrankungen und dem Alltag vor und nach der Transplantation zusammenzutragen. Natürlich haben wir auch allgemeine Gesundheitsinformationen für Leberkranke. Suchen Sie einen Arzt in Ihrer Nähe, der sich wirklich gut mit Lebererkrankungen auskennt? Dann wählen Sie die Ärzteliste an!
Vor der Transplantation
Lebendspende – Stellungsnahme 6/2003 zur Regelung der Lebendspende im TransplantationsgesetzQuelle: Nationale Ethikkommission im Bereich Humanmedizin NEK-CNE)
Stellungsnahme zur Lebendspende downloaden
Alltag nach der Transplantation
Transplantationsnachsorge – Im Rahmen der Transplantationsnachsorge muss der Patient eigenverantwortlich mitarbeiten, um seine Gesundheit zu erhalten.(Quelle: Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V)
Mehr Lesen über Transplantationsnachsorge
Reisen – Wer will nicht einige Zeit nach der Transplantation wieder auf Reisen gehen? Wir haben Empfehlungen was man dabei beachten sollte.
(Quelle: Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V)
Mehr Lesen über das Reisen nach Lebertransplantationen
Sexualität und Schwangerschaft – Referat durch: Frau Dr. Irène Hösli-Krais, Gynäkologin, Basel
(Quelle: www.swisstx.ch)
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Die Verhütung einer Schwangerschaft muss je nach transplantiertem Organ unterschiedlich erfolgen. Die individuell beste Lösung wird deshalb bereits während der Abklärungen zur Operation mit zukünftigen Organempfängerinnen besprochen.
Die Anzahl Schwangerschaften von Transplantierten ist relativ gering. Da grosse Herzprobleme im überwiegenden Anteil erst nach der Menopause auftreten, sind werdende Mütter mit einem Spenderherz wenig dokumentiert. Besser ist die Situation bereits bei Leberempfängerinnen; Auf das grösste Zahlenmaterial kann bei nierentransplantierte Frauen zurück gegriffen werden.
Jede 50 Nierenempfängerin wird demnach Mutter. Es wurden weltweit über 140'000 dieser Schwanger-
schaften dokumentiert. Dabei verfügen die USA, GB und Japan über die grössten Register. Sind die ersten 12 Wochen überschritten, kann mit 95%-iger Sicherheit davon ausgegangen werden, dass die Schwangerschaft zu einem guten Ende kommt.
Transplantierte, werdende Mütter gehören in die Kategorie der Hochrisikoschwangerschaften und werden an den grossen gynäkologischen Zentren dem entsprechend in ein dichtes Netz von Kontrollen eingebunden. Bei einem Drittel aller Fälle muss mit einer Frühgeburt gerechnet werden. Todgeburten, Spontanaborts oder Fehlbildungen sind jedoch die Ausnahme.
Den transplantierten Frauen mit Kinderwunsch sind nachfolgende Empfehlungen vor Einritt einer Schwangerschaft empfohlen:
- Frühestens 2 Jahre nach Transplantation
- Gute allgemeine Gesundheit
- Keine Proteinurie
- Gut eingestellte Hypertonie
- Kein Hinweis auf Abstossung des Organs
- Kreatininspiegel von max. 180µmol/l
- Immunsupressionstherapie unbedingt beibehalten!!!
Langzeitfolgen, bedingt durch die Aufnahme von Immunsuppressiva im Mutterleib konnten bisher nicht dokumentiert werden. Da diese Medikamente aber in der Muttermilch nachweisbar sind, wird allgemein vom Stillen abgeraten.
Die Entscheidung zum Risiko muss letztlich das Paar selber treffen. Die Spezialisten können nur Empfehlungen abgegeben. Im Hinblick auf die Langzeitprognose der zukünftigen Mutter ist realitätsbezogen zu bleiben.
Medizinisches
Laborwerte - Nach der Lebertransplantation sind regelmässige Laborkontrollen der Blutwerte nötig.(Quelle: Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V)
Laborkontrollen der Blutwerte
Was bedeuten meine Laborwerte?
Literatur: Laborwerte, Medizin verstehen
Immunsuppression - Damit das Immunsystem das transplantierte Organ nicht angreift, sind Immunssuppressiva (Arzneimittel) erforderlich.
(Quelle: Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V)
Infos zum Thema Immunsupression
Osteoporose - Sowohl die Krankheit vor der Transplantation als auch die Medikamente nachher können den Knochenapparat schädigen. Unser Artikel schildert Entstehung, Vorbeugung und Behandlung von Osteoporose.
(Quelle: Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V)
Osteoporose nach Lebertransplantation
Untersuchung - Um Störungen auch an der transplantierten Leber zu erkennen, gibt es verschiedene Untersuchungsverfahren, z.B. Ultraschall, ERCP oder Computertomografie.
(Quelle: Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V)
Weitere Infos zur Diagnostik
Ballondilatation - Unter Umständen kann es an der Stelle, wo der Gallenweg der neuen Leber an den eigenen angenäht ist, zu Verengungen kommen. Diese können durch eine Ballondilatation behandelt werden.
(Quelle: Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V)
Informationen zur Ballondilatation
Hepatitis B und C - Bei Patienten, die wegen Hepatitis B oder C transplantiert werden, muss man sich nach der Operation mit der Problematik der Reinfektion auseinandersetzen.
(Quelle: Selbsthilfe Lebertransplantierter Deutschland e.V)
Hepatitis C und B nach Lebertransplantation
Beziehungen innerhalb der Familie
Geschwister von Kindern mit einer Behinderung - Referat von Ilse Achilles(Quelle: Vereinigung für Kinder mit Down-Syndrom)
Referat von Ilse Achilles lesen


